Feuerwehr

Feu|er|wehr ['fɔy̮ɐve:ɐ̯], die; -, -en:
Mannschaft, die Brände bekämpft, Brandschäden abwehrt, betroffene Personen rettet und bei Katastrophen Hilfe leistet:
wir müssen die Feuerwehr alarmieren; die freiwillige (nicht berufsmäßige) Feuerwehr.
Zus.: Betriebsfeuerwehr, Werk[s]feuerwehr.

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1-46 die Feuerwehrübung (Lösch-, Steig-, Leiter-, Rettungsübung)
1-3 die Feuerwache
1 die Fahrzeughalle und das Gerätehaus
2 die Mannschaftsunterkunft (Unterkunft)
3 der Übungsturm
4 die Feuersirene (Alarmsirene)
5 das Löschfahrzeug (die Kraftspritze, Motorspritze)
6 das Blaulicht (Warnlicht), ein Blinklicht n
7 das Signalhorn
8 die Motorpumpe, eine Kreiselpumpe
9 die Kraftfahrdrehleiter
10 der Leiterpark, eine Stahlleiter (mechanische Leiter)
11 das Leitergetriebe
12 die Abstützspindel
13 der Maschinist
14 die Schiebeleiter
15 der Einreißhaken
16 die Hakenleiter
17 die Haltemannschaft
18 das Sprungtuch
19 der Rettungswagen (Unfallwagen), ein Krankenkraftwagen m (ugs. das Sanitätsauto, Krankenauto, die Ambulanz)
20 das Wiederbelebungsgerät, ein Sauerstoffgerät
21 der Sanitäter
22 die Armbinde
23 die Tragbahre (Krankenbahre)
24 der Bewusstlose
25 der Unterflurhydrant
26 das Standrohr
27 der Hydrantenschlüssel
28 die fahrbare Schlauchhaspel
29 die Schlauchkupplung
30 die Saugleitung, eine Schlauchleitung
31 die Druckleitung
32 das Verteilungsstück
33 das Strahlrohr
34 der Löschtrupp
35 der Überflurhydrant
36 der Brandmeister
37 der Feuerwehrmann
38 der Feuerschutzhelm mit dem Nackenschutz m
39 das Atemschutzgerät
40 die Gasmaske
41 das tragbare Funksprechgerät
42 der Handscheinwerfer
43 das Feuerwehrbeil
44 der Hakengurt
45 die Fangleine (Rettungsleine)
46 die Schutzkleidung (Wärmeschutzkleidung) aus Asbest m (Asbestanzug) oder Metallstoff m
47 der Kranwagen
48 der Bergungskran
49 der Zughaken
50 die Stützrolle
51 das Tanklöschfahrzeug (der Tanklöschwagen), ein Großlöschfahrzeug
52 die Tragkraftspritze
53 der Schlauch- und Gerätewagen
54 die Rollschläuche m
55 die Kabeltrommel
56 das Spill
57 der (das) Gasmaskenfilter
58 die Aktivkohle
59 der (das) Staubfilter
60 die Lufteintrittsöffnung
61 der Handfeuerlöscher
62 das Betätigungsventil
63 der Schlauch mit Spritzdüse f
64 der Luftschaum- und Wasserwerfer
65 das Feuerlöschboot
66 die Wasserkanone
67 der Saugschlauch

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Feu|er|wehr 〈f. 20Mannschaften u. Geräte zur Brandbekämpfung ● er braust heran, kommt wie die \Feuerwehr 〈fig.; umg.〉 sehr schnell, eiligst; \Feuerwehr spielen 〈fig.; scherzh.〉 als Retter in der Not auftreten

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Feu|er|wehr , die:
1. Einrichtung (3) zur Abwehr von Schäden durch Brand u. zur Hilfeleistung in Katastrophenfällen:
die freiwillige F. (Feuerwehr, deren Mitglieder den Dienst zum Großteil ehrenamtlich versehen);
die F. alarmieren, herbeirufen.
2. (ugs.) Feuerwehrmänner, die sich im Einsatz befinden:
die F. rückt aus, war sofort zur Stelle;
alle -en der Umgebung rückten an;
er fuhr wie die F. (sehr schnell).
3. (Kinderspr.) Spielzeugauto als Nachbildung eines Feuerwehrautos:
meine F. ist kaputt.

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Feuerwehr,
 
öffentliche (Berufs-, Pflicht-, freiwillige Feuerwehr) oder private (Werk-, Betriebsfeuerwehr) Einrichtung, deren Hauptaufgaben der abwehrende Brandschutz (Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachwerte durch Brände und Explosionen), technische Hilfeleistung bei Überschwemmungen, Unfällen (z. B. Chemie- und Gefahrgutunfälle), Einsturzgefahren, Explosionen, Umweltkatastrophen, Giftgasalarm u. a. sowie die Mitwirkung im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes (z. B. Maßnahmen zur Verhinderung eines Brandes oder Sicherung der Rettungswege) sind. Vielfach ist der Feuerwehr auch der Rettungs- und Krankentransportdienst übertragen.
 
Die Berufsfeuerwehr besteht aus Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes, die freiwillige Feuerwehr in der Regel aus ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften. Können die Feuerwehraufgaben auf diese Weise von einer Gemeinde nicht oder nicht ausreichend erfüllt werden, muss eine Pflichtfeuerwehr aus dienstverpflichteten, nebenamtlich tätigen Einsatzkräften gebildet werden. Werkfeuerwehr und Betriebsfeuerwehr sind Einrichtungen zum Schutz von Behörden, öffentlichen und privaten Betrieben u. a., deren Mitglieder haupt- oder ehrenamtlich tätig sind.
 
Die kleinste taktische Einheit der Feuerwehr zum Durchführen bestimmter Einsatzaufgaben ist der Trupp (Kurzbezeichnung 1/2), bestehend aus einem Truppführer und zwei Truppmännern oder einem Truppmann innerhalb einer größeren Einheit; die Staffel (1/5) setzt sich aus Staffelführer, Maschinisten und zwei Trupps, die Gruppe (1/8) aus Gruppenführer, Maschinisten, Melder und drei Trupps zusammen. Der Zug (1/22) besteht aus einem Führungstrupp (Zugführer, Gruppenführer, Maschinist, Melder) und zwei Gruppen oder einer entsprechenden Anzahl von Staffeln oder Trupps. Der Löschzug Retten ist eine taktische Einheit im Brandschutzdienst des Katastrophenschutzes und besteht aus einem Zug, der um einen Trupp mit Geräte- oder Rüstwagen oder mit Schlauchwagen erweitert ist. Zur Einsatzleitung gehören neben dem für Mannschaften und Geräte verantwortlichen Einsatzleiter Führungsgehilfen sowie Stabs- und Hilfspersonal. Weitere Kräfte für Rettungsdienste sind Rettungssanitäter, Notarzt und Kräfte für den Krankentransport.
 
Zur persönlichen Ausrüstung der Feuerwehrmänner gehören einheitliche Schutz- und Dienstkleidung, im Alarmfall auch Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, Kinnriemen und gegebenenfalls Gesichtsschutz, Feuerwehrgurt mit Fangleine beziehungsweise Sicherungsseil sowie Atemschutzgerät und Signalpfeife. Je nach Art des Einsatzes gibt es besondere Schutzausrüstungen, z. B. Wärmeschutzkleidung aus nichtbrennbarem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit und reflektierender, flüssigkeitsabweisender Außenfläche, Chemikalienschutzkleidung aus gasdichtem Material mit je nach Ausführung definierter Schutzwirkung gegen schädliche chemische Stoffe und Kontaminationskleidung, einen den ganzen Körper bedeckenden Anzug zum Schutz gegen Kontamination durch radioaktive feste Stoffe.
 
Zur technischen Ausrüstung gehören u. a. Schutzgeräte (z. B. Atemschutzgeräte), Löschgeräte (z. B. Kübelspritze, Feuerlöscher), Pumpen und Fördergeräte (z. B. Feuerlöschpumpe, Lenzpumpe, Feuerwehrschläuche samt Armaturen), Rettungsgeräte (Leitern, Fangleinen, Sprungtuch u. a.), Geräte zur ersten Hilfe (z. B. Krankentrage) und zu technischen Hilfeleistungen (Hebezeuge, Winden, Spreizer, Schneider) sowie Hilfsgeräte (Beleuchtungsgeräte, Werkzeuge).
 
Feuerwehrfahrzeuge sind besonders eingerichtete Kraftfahrzeuge zum Transport der Besatzung, der feuerwehrtechnischen Beladung sowie der Lösch- und sonstigen Einsatzmittel; zur Nachrichtenübertragung sind sie mit Funksprechgeräten ausgerüstet. Löschfahrzeuge werden vornehmlich zur Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung eingesetzt: Das Löschgruppenfahrzeug besitzt eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Kreiselpumpe, feuerwehrtechnische Beladung und kann zusätzlich mit einer Tragkraftspritze und fest eingebauten Löschmittelbehältern ausgerüstet sein (Besatzung: eine Gruppe). Das Tanklöschfahrzeug besitzt einen fest eingebauten Löschmittelbehälter sowie eine Kreiselpumpe und andere löschtechnische Einrichtungen (Besatzung: Staffel oder Trupp). Zu den Löschfahrzeugen gehört außerdem das Tragkraftspritzenfahrzeug mit einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe und einer Tragkraftspritze (Besatzung: eine Staffel). Hubrettungsfahrzeuge mit Drehleitern, Gelenk- und Teleskopmasten dienen vorrangig zum Retten von Menschen aus größeren Höhen. Rüstwagen sind Fahrzeuge mit Allradantrieb, die eine maschinelle Zugeinrichtung, einen Generator sowie einen fest eingebauten Lichtmast und technische Beladung besitzen und v. a. für technische Hilfeleistungen eingesetzt werden (Besatzung: ein Trupp). Gerätewagen dienen zur Bereitstellung von Geräten zur technischen Hilfeleistung: nach Verwendung unterscheidet man Gerätewagen für Atemschutz, Dekontamination, Gefahrgut, Licht, Ölbeseitigung, Strahlenschutz, Wasserrettung u. a. Schlauchwagen führen neben Druckschläuchen auch eine Tragkraftspritze und Armaturen mit; sie werden zum schnellen Verlegen von Druckschläuchen über lange Strecken eingesetzt. Mit den Schaumlöschfahrzeugen können Schaummittel (Feuerlöschmittel) zum Einsatzort transportiert und dort zugemischt werden. Feuerwehranhänger sind für den Feuerwehreinsatz gestaltete Anhänger mit besonderer Beladung, z. B. Lichtmast, Leichtschaumgenerator, Pulverlöschgerät oder Schaumwasserwerfer. Rettungsfahrzeuge besitzen eine medizinische und technische Ausstattung, z. B. zur Beförderung und Versorgung von Notfallpatienten. Weitere Einsatzfahrzeuge sind der Feuerwehrkran zum Bewegen schwerer Lasten, Lichtmastfahrzeuge mit ausfahrbarem Lichtmast und Generator zum Ausleuchten der Einsatzstellen und Feuerwehr-Wechselladerfahrzeuge zur Aufnahme und zum Transport von Behältern mit feuerwehrspezifischer Beladung sowie Feuerwehrboote. Neueste Entwicklungen sind besondere Fahrzeuge für den Chemie- und Gefahrguteinsatz sowie Container und Wechselaufbauten für diesen Zweck mit entsprechender Ausrüstung sowie Systeme zum Absaugen, Aufnehmen und Lagern von gefährlichen Gütern. Um die Identifikation gefährlicher Stoffe am Einsatzort zu unterstützen, werden neuerdings Datenbanken genutzt, die gleichzeitig die sofortige und richtige Bekämpfungstaktik und -technik gewährleisten helfen.
 

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Feu|er|wehr, die: 1. Einrichtung zur Abwehr von Schäden durch Brand u. zur Hilfeleistung in Katastrophenfällen: die freiwillige (nicht berufsmäßige) F.; die F. alarmieren, herbeirufen; Ü die F. der Nato: die „Allied Mobile Force“ (Spiegel 48, 1965, 37). 2. (ugs.) Feuerwehrmänner, die sich im Einsatz befinden: die F. fuhr mit Blaulicht und Sirene die Straße hinunter; die F. rückt aus, war sofort zur Stelle; alle -en der Umgebung rückten an; er fuhr wie die F. (sehr schnell); Ü Ben Wisch, wie ihn ... alle kennen: wieder mal die F. im Morgenland, wieder mal bis zu den Ellenbogen in der Trickkiste (Spiegel 44, 1977, 26). 3. (Kinderspr.) Spielzeugauto als Nachbildung eines Feuerwehrautos: meine F. ist kaputt.

Universal-Lexikon. 2012.

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